Erfahrungstransfer zum Einsatz des LUF60

  14. November 2014

Einen intensiven Ausbildungstag erlebten die Feuerwehren Landeck (Österreich) und Davos (Schweiz) am 14. November 2014 bei einem gemeinsamen Training mit dem LUF60 in Balsthal. Die Feuerwehr Landeck verfügt im Umgang mit dem Lösch-Unterstützungsfahrzeug über ein grosses Erfahrungswissen aus mehreren Übungen, Trainings und Ernstfall-Einsätzen in Strassentunneln. Für das gemeinsame Training galt es, den Schweizer Kollegen in kürzester Zeit die wichtigsten Erkenntnisse zu vermitteln, um auf dieser Basis gemeinsam agieren zu können.

Entrauchung eines Parkhauses

Der Praxisteil startete mit Übungen im Strassentunnel, die jeweils mit Unterstützung des LUF60 durchgeführt wurden. Anschliessend testeten die beiden Feuerwehren zwei selbst entwickelte Lüftungskonzepte für die Entrauchung eines Parkhauses. Aufgabenstellung war, das verrauchte Übungsparkhaus unter Einsatz des LUF60 zu entrauchen, ohne den Rauch in ein angenommenes angrenzendes Wohnhaus zu drücken. Die Konzepte der beiden Feuerwehren wurden in gemischten Gruppen erprobt und die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet.

Einblicke für Beobachter aus anderen Feuerwehren

Der Erfahrungstransfer an diesem anspruchsvollen Trainingstag ging über die österreichisch-schweizerische Kooperation hinaus: Zwei Kollegen der Feuerwehren Schaffhausen und Tuttlingen, die beide in Kürze mit einem LUF60 ausgestattet werden, konnten als Beobachter teilnehmen und so erste Erfahrungen mit dem künftigen Einsatzgerät sammeln. Weitere Gäste waren der Kommandant der Feuerwehr Davos, Christof Alig, sowie Alois Bamert von Alba Feuerwehrtechnik als Vertreter für das Lösch-Unterstützungsfahrzeug in der Schweiz.

Spezialwissen praxisnah zugänglich machen

Die Koordination der an dem Training beteiligten Feuerwehren lag bei Markus Vogt, Instruktor und Leiter Kundenberatung der International Fire Academy. Anliegen der International Fire Academy ist es, durch solche feuerwehrübergreifend organisierten Angebote den Erfahrungstransfer zu fördern, um das in Trainings und Versuchen entwickelte Spezialwissen möglichst vielen Feuerwehren praxisnah zugänglich zu machen.

alle News ansehen