Instruktoren-Ausbildung mit "Special Guests"

  04. Dezember 2015

Marianne Wernli, Leiter Ausbildung an der International Fire Academy, hatte bei ihrer jüngsten Schulung von UVA-Miliz-Instruktoren zwei besondere Gäste aus dem eigenen Haus: Urs Kummer und Daniel Berchtold aus der Geschäftsführung nahmen aktiv an der Instruktoren-Ausbildung teil, um einen ganz persönlichen Eindruck von den Anforderungen an die Instruktoren zu gewinnen.

Lehre in der praktischen Umsetzung erlebt

Daniel Berchtold, seit 1. Oktober stellvertretender Geschäftsführer, hatte sich vor seiner aktiven Beschäftigung mit dem Feuerwehrhandwerk intensiv mit der Tunnel-Einsatzlehre anhand des Fachbuchs "Brandeinsätze in Strassentunneln" befasst. "Nun konnte ich in der Ausbildungspraxis erleben, wie das tatsächlich umgesetzt wird", erläutert er. "Konkret erfahren habe ich, wie die gesamte Tunnel-Übungsanlage im Hintergrund funktioniert und was der Übungsleiter, die Klassenlehrer (Instruktoren) sowie der Operator alles unternehmen müssen, damit die Kursteilnehmer eine effiziente Ausbildung sowie möglichst realitätsnahe Bedingungen erhalten".

Immer alles im Blick behalten

Urs Kummer, seit Gründung der International Fire Academy deren CEO, war bereits bei den allerersten Instruktoren-Ausbildungen involviert, aber machte bislang selbst nie als Teilnehmer mit. Um die didaktischen, aber auch physischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an die UVA-Miliz-Instruktoren hautnah selbst zu erleben, entschloss er sich, am Kurs aktiv teilzunehmen. "Man muss die ganze Klaviatur beherrschen", erläutert er "Die Anlage bedienen, durch die das Szenario ausgelöst wird, ständig auf die Sicherheit der Teilnehmenden bedacht sein, darauf reagieren, was die Übenden tun, damit sich das Szenario realitätsnah entwickelt, und schliesslich die Details im Blick behalten, um sie mit den Teilnehmenden nach der Übung besprechen zu können." Seine Wertschätzung für diese Arbeit ist durch das persönliche Erlebnis noch gestiegen.

Optimale Ausbildungsarbeit ermöglichen

Bei der dreitägigen Ausbildung auf der Tunnel-Übungsanlage mussten alle UVA-Miliz-Instruktoren-Anwärter jede Rolle – vom Rohrführer bis zum Instruktor, der das Feuer steuert – einnehmen. Sie lernten dabei insbesondere, sich im Tunnel auch bei Kunstrauch und Dunkelheit zu orientieren und die Anlage in allen Situationen sicher zu bedienen. Des Weiteren wurden ihnen die Grundsätze der Tunnel-Einsatzlehre vermittelt. Nach dieser Ausbildung nehmen künftige Instruktoren an drei Standardkursen als Praktikanten teil, um die Lektionsinhalte und die Abläufe der Einsatzübungen zu erleben. Die Einblicke in die Arbeit der Instruktoren nutzen die beiden Mitglieder der Geschäftsführung als Hintergrundwissen, um optimale Bedingungen für die Ausbildungsarbeit an der International Fire Academy zu schaffen.

Techniker als Instruktoren geschult

Auch zwei Techniker der International Fire Academy, Urs Meier und Roger Stalder, nahmen an der Instruktoren-Ausbildung teil. Sie kennen die Tunnel-Übungsanlagen bereits bestens und sind zudem in ihrem Heimatkanton Solothurn seit über 10 Jahren als Instruktoren im Einsatz. Nun haben sie ergänzend die Ausbildung zu UVA-Miliz-Instruktoren an der International Fire Academy durchlaufen. Sie stehen somit künftig als Unterstützung zur Verfügung, wenn für Kurse kurzfristig zusätzliche Instruktoren benötigt werden.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Zu Miliz-Instruktoren für die Tunnel-Übungsanlagen werden ausschliesslich erfahrene Feuerwehr-Angehörige (ab Offizier) ausgebildet, die entweder Instruktor sind oder eine vergleichbare Qualifikation für Erwachsenenbildung erworben haben sowie über Ausbildungserfahrung verfügen und mehrere Sprachen sicher beherrschen. Zudem müssen ausreichende Kapazitäten vorhanden sein, um mindestens 15 Tage pro Jahr an der International Fire Academy instruieren zu können. Interessierte können sich an Marianne Wernli wenden.

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