Train-the-trainer-Programm für den Flughafen Schiphol

  24. Februar 2014

Eine Woche lang absolvierten elf Ausbilder der Flughafenfeuerwehr Schiphol in Amsterdam zusammen mit je einem Ausbilder der regionalen Feuerwehren aus Kennemerland und Amsterdam-Amstelland ein einwöchiges Train-the-trainer-Programm in Balsthal und Lungern.

Unter der Leitung von Markus Vogt als Kurskommandant, unterstützt von der Instruktoren Pascal Eichmann, Ueli Roth und Andreas Schneider, standen zwei Themen im Vordergrund: das Kennenlernen und Trainieren der Schweizer Tunnel-Einsatzlehre sowie die Möglichkeit, den eigenen Mannschaften im Anschluss an die Fortbildung eine passende Ausbildung für die Tunnelbrandbekämpfung anbieten zu können. Alle drei Feuerwehren sind für mehrere unterirdische Verkehrsanlagen zuständig. Allein auf dem Gelände des Flughafens Schiphol sind sieben Tunnel im Einsatzbereich - von einem 5 800 m langen Bahntunnel bis zu einem vierröhrigen Strassentunnel.

Insgesamt stehen die Feuerwehren vor der Herausforderung, dass es in den Niederlanden kein einheitliches Vorgehen für Einsätze in unterirdischen Verkehrsanlagen gibt. Hinzu kommt - wie grundsätzlich in allen Ländern -, dass keine zwei Tunnel gleich sind. Dies gilt sowohl für die Bauweise als auch für die Sicherheitsausstattung. Daraus leitet sich die Notwendigkeit eines individuell abgestimmten Vorgehens ab, das aber auf einheitlichen Grundsätzen beruhen sollte. Beides verbindet die an der International Fire Academy gelehrte Taktik.

Inzwischen integrieren die niederländischen Ausbilder erste Elemente der Schweizer Tunnel-Einsatzlehre in die Praxis, wovon auch die Vorbereitung auf Ereignisse in anderen Bereichen profitiert, etwa in Bezug auf das Gepäcktransportsystem. Nächstes Ziel der Flughafenfeuerwehr Schiphol ist ein Training der gesamten Mannschaft in Balsthal und Lungern.

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