Vorbereitung einer Grossübung am Beispiel Ursulabergtunnel

  17. Mai 2014

Über einen Zeitraum von drei Monaten erstreckten sich die Vorbereitungen der Feuerwehren auf die Grossübung im Pfullinger Ursulabergtunnel (D), an der inklusive der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes mehr als 200 Einsatzkräfte beteiligt waren. Im Vorfeld der Übung erfolgte eine intensive Schulung insbesondere der beteiligten Feuerwehren, die beispielhaft ist für die Vorbereitung der vorgeschriebenen 4-Jahres-Übungen nach der europäischen Tunnelrichtlinie 2004/54/EG.

Drei Termine für Theorie und Praxis im Vorfeld der Übung

Auf der Grundlage der Schweizer Tunneleinsatzlehre erhielten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Pfullingen eine interne Schulung in Theorie und Praxis. Auf dieser Basis schlossen sich am 10. April 2014 taktische Übungen mit den benachbarten Feuerwehren aus Eningen, Lichtenstein und Reutlingen im Ursulabergtunnel an. Auch diese gemeindeübergreifende Schulung erfolgte nach den Vorgaben der International Fire Academy. Instruktor Markus Vogt war begleitend als Beobachter vor Ort. Am 12. Mai führte er die Taktikschulung von 35 Führungskräften der Feuerwehren Lichtenstein und Pfullingen durch.

Die gemeinsame Einsatztaktik, in der zwischenzeitlich alle teilnehmenden Feuerwehren umfassend geschult waren, konnte schliesslich bei der realitätsnahen Grossübung am 17. Mai 2014 erprobt werden. Neben der praktischen Umsetzung des Feuerwehr-Einsatzplanes ging es dabei auch um die Zusammenarbeit mit den weiteren Hilfsorganisationen. Unterstützung gab es zudem von der Werkfeuerwehr Bosch, die in der Schlussphase mit einem mobilen Grossventilator den Rauch aus der Tunnelröhre drückte.

Schwierige Bedingungen für die Kommunikation

Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einsatzabschnitten sowie die Verständigung unter den Trupps im Tunnel war schwieriger als erwartet. Probleme bereitete weniger die Funkverbindung als vielmehr die sehr laute Tunnellüftung. Zusätzlich kamen die Geräusche der Fahrzeugmotoren und Pumpen hinzu. Im Ergebnis war zum Teil keine mündliche Kommunikation mehr möglich oder nur nach einem Standortwechsel.

Die Ausbildung der Einsatzkräfte für Ereignisse in unterirdischen Verkehrsanlagen soll in den kommenden Jahren einen festen Platz im Regelübungsdienst der Feuerwehr Pfullingen erhalten, verbunden mit Ausbildungen im Ursulabergtunnel. Dazu werden jeweils die Zeiten von Wartungs- und Bauarbeiten genutzt.

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