Zwei LKW-Vollbrände im Gotthard-Strassentunnel

  29. Oktober 2012

Oktober 2012, Gotthard-Strassentunnel: Innerhalb von nur fünf Tagen entzünden sich im Tunnel zwei LKW. Diese stehen in kürzester Zeit in Vollbrand. Auch für die Schadenwehr Gotthard keine alltägliche Situation.

Die Alarmierung der Schadenwehr Gotthard verlief routinemässig. Die Personen im Tunnel wurden sofort via Tunnelradio informiert und zur Selbstrettung aufgefordert. So war bei beiden Ereignissen auf den Monitoren der Einsatzzentrale das nahezu lehrbuchmässige Verhalten der Fahrzeuginsassen zu beobachten, die umgehend die Schutzräume aufsuchten. Es gab keine Verletzten.

Lange Anfahrt zum Brandort

In der Tunnelmitte brannte der erste LKW am 20. Oktober 2012. Dies machte eine Anfahrt von 8 bzw. 9 km erforderlich. Hierbei mussten die Einsatzfahrzeuge in dem einröhrigen Tunnel immer wieder dem Gegenverkehr ausweichen. Als die Einsatzkräfte der Schadenwehr Gotthard zwölf Minuten nach Alarmierung vor Ort eintrafen, stand die Zugmaschine im Vollbrand, und das Feuer sprang auf den Sattelauflieger über. Die nahezu zeitgleich eintreffenden Einsatzkräfte aus Nord und Süd konnten den Brand innert Kürze löschen. Hierbei lag die Aufmerksamkeit sowohl auf dem brennenden LKW als auch auf der Sicherheit der Einsatzkräfte und dem Erhalt des Tunnelbauwerks. Dank des umsichtigen Einsatzes konnte der Tunnel wenige Stunden später wieder freigeben werden.

 

Vollbrand der Zugmaschine

Beim zweiten LKW-Brand vom 25. Oktober 2012 knapp 2 km vom Nordportal entfernt war die Brandentwicklung sehr viel dynamischer. Als die Schadenwehr Gotthard nach nur fünf Minuten eintraf, stand der LKW längst in Vollbrand, und das Feuer hatte auf erste Ladungsteile des Sattelaufliegers übergegriffen. Wieder wurde in erster Priorität der Brand bekämpft, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern und die Rauchproduktion zu stoppen. Die Intensität des Brandes überraschte jedoch die Einsatzkräfte. Weshalb die Zugmaschine des LKW beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand stand, soll wissenschaftstechnisch untersucht werden. Fünf Stunden nach dem Ereignis war der Tunnel wieder nutzbar.

Follow-up vom 14. Januar 2013:Interview  mit dem stellvertretenden Kommandanten der Schadenwehr Gotthard, Beat Walther.

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