Den Ernstfall unter erschwerten Bedingungen üben


Verschiedene Zugänge, verzweigte Wege, mehrere Ebenen, unterschiedliche Szenarien und wechselnde Rollen sorgen im Übungsparkhaus in Balsthal für eine Vielzahl von Herausforderungen. Bei den langen Anmarschwegen unter Atemschutz spüren die Teilnehmer die körperliche Belastung, denen sie bei Einsätzen in Tiefgaragen, aber auch Parkhäusern oder Einstellhallen ausgesetzt sein können. Im Ernstfall erwarten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung, sehr hohe Temperaturen sowie häufig schlechte Kommunikationsbedingungen. Gross ist zudem die Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Daher kommt der Eigensicherung, die die Teilnehmer am Intensivkurs Tiefgarage trainieren, eine besondere Bedeutung zu.

Drei Ausbildungsblöcke und drei bzw. sechs Einsatzübungen dienen dazu, die Hinweise zur Taktik und zum Vorgehen mehrfach anzuwenden, Gefahren schneller zu erkennen und die eigene Sicherheit zu erhöhen.

Verschiedene Perspektiven erleben


«Wichtig ist uns, dass die Teilnehmer ein Brandereignis aus verschiedenen Perspektiven erleben und bewältigen», erläutert Marianne Wernli, Leiterin Ausbildung. «Sie leiten den Einsatz oder gehen zur Brandbekämpfung vor und lernen, ein verrauchtes Gebäude mit taktischer Ventilation systematisch zu entrauchen.» Es gilt, den Brand so rasch als möglich unter Kontrolle zu bringen und dabei die Orientierung zu behalten. Mit mobilen Lüftern werden Gebäudeteile entraucht und Rettungswege sowie kritische Bereiche mit Publikumsverkehr von Rauch freigehalten.

Erkenntnisgewinn für die Feuerwehren


Teilnehmer der Intensivkurse Tiefgarage erhalten auch wichtige Hinweise für die Einsatzvorbereitung ihrer Feuerwehr. Hierzu wurden Lehrposter entwickelt: zentrale Inhalte werden mit Fotos und Grafiken illustriert und weisen auf Gefahren und taktische Optionen im Einsatz hin.

Wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz in komplexen Anlagen ist eine möglichst gute Objektkenntnis. Die Intensivkurse ersetzen daher nicht die unbedingt notwendige Begehung der Objekte im eigenen Einsatzgebiet. Ebenfalls unverzichtbar ist es, die Lüftungskonzepte am konkreten Objekt zu testen.

Jetzt anmelden!


Teilnehmen können Feuerwehrangehörige, die zum Kurstermin atemschutztauglich sind, sofern sie ihre Feuerwehrgrundausbildung abgeschlossen haben. Mindestens zwei Jahre Einsatzerfahrung sind von Vorteil.

1-tägiger Intensivkurs


- Kursdauer: 1 Tag
- Kurssprache: Schweizer- oder Hochdeutsch
- Max. 16 Teilnehmer
- Anreise am Vorabend möglich (optional)

Für 2023 sind folgende Termine ausgeschrieben:
Sa. 06.05.2023 (Schweizerdeutsch) ausgebucht
Sa. 03.06.2023 (Hochdeutsch) ausgebucht
Sa. 23.09.2023 (Schweizerdeutsch)
Sa. 18.11.2023 (Schweizerdeutsch) noch 1 Platz

Die Kursgebühr beträgt CHF 890 pro Person.

1.5-tägiger Intensivkurs


- Kursdauer: 1.5 Tage
- Kurssprache: Hochdeutsch
- Max. 16 Teilnehmer
- 2 Übernachtungen (Anreise am Vorabend)
- Einzelzimmer gegen Aufpreis dazubuchbar
- Atemschutzgeräte zur Verfügung gestellt

Für 2023 sind folgende Termine ausgeschrieben:
Di.-Mi. 07.-08.03.2023
Di.-Mi. 07.-08.11.2023

Die Kursgebühr beträgt CHF 1'680 pro Person.

Übrigens

Die gleichen Intensivkurse können Sie auch exklusiv für Ihre Feuerwehr buchen. Das bietet die Möglichkeit, anspruchsvolle Ausbildungsthemen und Einsatzsituationen intensiv mit dem eigenen Verband zu trainieren. Mehr Informationen finden Sie hier