Die richtige und vollständige Ausrüstung der Trupps ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche Einsätze. Dies gilt wegen der grossen Eindringtiefen und mitunter sehr langen Anmarschwege für das Arbeiten in Bahn- und Strassentunneln ganz besonders: Müssen Einsatzkräfte umkehren, um vergessenes Material zu holen, können die Einsatzabläufe dadurch erheblich verzögert werden. Dieser Beitrag gibt Anregungen und Tipps für das Üben des Ausrüstens am Standort.
Den gesamten Ablauf üben
Um das richtige und vollständige Ausrüsten zu üben, hat sich die hier geschilderte Vorgehensweise bewährt. Zunächst werden die Ausrüstungsgegenstände aus Einsatzfahrzeugen oder Modulwagen entnommen. Erster Schritt: Wo in Fahrzeugen oder Modulwagen befinden sich die benötigten Ausrüstungsgegenstände?

Im zweiten Schritt werden die Einsatzmittel für die jeweiligen Trupps übersichtlich ausgelegt. So kann die Ausrüstung einfach auf Vollständigkeit überprüft werden.

Merkblätter bieten Orientierungshilfe
Als Hilfsmittel empfehlen wir den Übungsleitern die Verwendung unserer Merkblätter für Einsätze in Bahn- bzw. Strassentunneln. Sie können digital im Bereich «Wissen» unserer Website kostenfrei heruntergeladen oder in gedruckter Form von uns bezogen werden.
In den Merkblättern sind die von der International Fire Academy empfohlenen Einsatzmittel übersichtlich abgebildet. Wir empfehlen, abweichende Konfigurationen in die Merkblätter einzuzeichnen und dann diese korrigierte Version zu nutzen. Dadurch werden sie zu einer individuellen Checkliste, die den Einsatzkräften Sicherheit gibt.

Das Tragen der Ausrüstung optimieren
Schliesslich ist zu klären, wer welches Gerät wie trägt. Hier ist alle Theorie grau. Wir empfehlen, das Tragen der Ausrüstung praktisch auszuprobieren, beispielsweise beim Absuchen eines Fahrzeugs. Dabei kommt es dann nicht auf die Suchprozedur, sondern tatsächlich darauf an, in welche Taschen z. B. Suchstock und Markierleuchten verstaut werden, ob man sich den Beutel mit der Fluchthaube umhängt oder ihn trägt und ähnliche praktische Fragen. Dabei sollte immer bedacht werden, dass der Weg zur Einsatzstelle in einem Tunnel einige hundert Meter lang sein kann.

Wie die Ausrüstung am besten getragen beziehungsweise in den Taschen der Einsatzkleidung verstaut wird, sollte praktisch ausprobiert werden. Dies sollte idealerweise mit angelegten Atemschutzgeräten geschehen, weil diese die Bewegungsfreiheit der Einsatzkräfte einschränken.
Weitere Anregungen für den Übungsdienst
Weitere Anregungen zum Üben finden sich in unserem Fachbuch «Üben am Standort». Hier wird zum Beispiel gezeigt, welche Handgriffe geübt werden sollten, weil sie im realen Einsatz – bei dichtem Rauch, mit Handschuhen und unter hohem Stress – grosse Herausforderungen darstellen können.

Die International Fire Academy stellt eine Vielzahl von Fachpublikationen zur Verfügung, so unter anderem Fachbücher und Merkblätter. Für mehr Informationen einfach auf den nachfolgenden Button klicken.
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